March 2015


Wien, 3. März 2015. Gute Kommunikation zwischen PatientInnen und RadiologInnen ist ausschlaggebend für eine effektive Behandlung. Eine eigene Session am European Congress of Radiology, der vom 4.–8. März im Austria Center Vienna stattfindet, organisiert von der European Society of Radiology Patient Advisory Group (ESR-PAG), wird sich diesem wichtigen Thema der Gesundheitsvorsorge annehmen, so Nicola Bedlington, Generalsekretärin des European Patients’ Forum und Vorsitzende der ESR-PAG im Vorfeld der ECR 2015 Pressekonferenz, welche morgen, Mittwoch, 4. März 2015, stattfindet.

„Mediziner und Patient haben oft unterschiedliche Ansichten, wie eine gute und effektive Kommunikation aussehen sollte, somit ist es äußert wichtig, einen Weg zu finden, auf dem sich diese beiden Ansichten treffen können. Eine Diskussion über die Patient/Radiologen-Kommunikation kann für beide Seiten von Vorteil sein. Einerseits hilft es den RadiologInnen, die PatientInnen besser zu verstehen und ihre Vorgehensweise und Kommunikation daran anzupassen. Andererseits bekommen PatientInnen einen besseren Einblick in die Arbeit und Funktionsweise einer radiologischen Abteilung, sowie einen Eindruck, was die Bildgebung fähig ist zu leisten, wo ihre Limitationen liegen und was von einer bildgebenden Untersuchung erwartet werden kann“, so Bedlington.

Die Session mit dem Titel „Communicating the results of radiologic studies to patients: from high-tech to human-touch imaging“ (Sonntag, 8. März, 10:30–12:00) wird sich mit den Herausforderungen dieser Kommunikation beschäftigen, wie man Untersuchungsergebnisse am besten mitteilt, und wie sie die PatientInnen gerne mitgeteilt hätten. Ebenso werden sensible Themen wie das Hinzuziehen von psychologischer Unterstützung ein wichtiger Teil der Session sein.

Unter den Vortragenden sind zwei Patientenvertreterinnen von Gesellschaften, die sich mit Gehirnerkrankungen beschäftigen, der European Federation of Neurological Associations und der Stroke Alliance For Europe. Sie werden zeigen, wie insbesondere bei PatientInnen, die von diesen Erkrankungen betroffen sind, sich die Kommunikation nochmals erschwert. Besonders gravierend wirken sich hier oft die neurologischen Defizite der PatientInnen aus, sowie die Pathologie und Folgenschwere der Diagnose.

„Diese Session stellt einen weiteren Schritt in unseren Bemühungen dar, die Kommunikation zwischen PatientInnen und RadiologInnen zu verbessern und eine Plattform für eine direkte Interaktion zwischen den beiden Seiten zu bieten“, so Bedlington.

Am Samstag wird es mit „The challenges of providing true patient-centred care: moving forward together“ noch eine weitere ESR-PAG Session geben, in der ein flow chart zur patienten-zentrierten Vorsorge präsentiert werden wird, welches in Zusammenarbeit mit dem ESR Audit and Standards Subkomitee entwickle wurde. Das Diagramm soll einen Rahmen geben, wie ein auf die PatientInnen fokussierter Zugang in radiologischen Abteilungen etabliert werden kann, und wie die Ethik hinter der Kommunikation aus Sicht beider Seiten beurteilt werden kann.

Die ESR-PAG wird somit am ECR 2015 zu ersten Mal zwei Sessions auf dem Kongress abhalten. Zusammengesetzt ist die Gruppe, die am ECR 2013 gegründet wurde, aus 7 PatientInnen-Vertretern, einem RadiologieassistentInnen Vertreter und 5 Vertretern der ESR.

Grundziel der ESR-PAG ist es, den patienten-zentrierten, humanen Zugang in den verschiedenen Arbeitsbereichen der ESR stetig weiterzuentwickeln und eine Verbesserung der Kommunikation zwischen PatientInnen und RadiologInnen zu erreichen.

Ab 4. März tagen in Wien über 20.000 Radiologen
Beim 27. Europäischen Radiologenkongress (European Congress of Radiology/ECR) vom 4. bis 8. März 2015 im Austria Center in Wien werden auch heuer wieder Spezialisten aus dem Bereich der medizinischen Bildgebung ihr Fachwissen auf den verschiedensten Gebieten austauschen, und die neuesten Erkenntnisse der Forschung präsentieren.

Der ECR ist die Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Radiologie (European Society of Radiology/ESR), welche weltweit über 62.000 Radiologen vertritt. Mit mehr als 20.000 Teilnehmern aus der ganzen Welt ist der ECR einer der größten medizinischen Kongresse weltweit; zusätzlich bietet er die größte Industrieausstellung in Europa, bei der auf über 26.000 m² mehr als 300 internationale Firmen die neuesten Produkte der Medizintechnik anbieten.
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Nicola Bedlington, Secretary General, European Patients' Forum, Wien, Österreich


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